Kinderbetreuung


Stadt passt Betreuungszeiten dem Bedarf an

Der Hettinger Gemeinderat hat die Öffnungszeiten der Kindergärten und der Krippe erweitert, um den Wünschen der Eltern zu entsprechen.

Bürgermeister Dagmar Kuster berichtete, Eltern aus Hettingen hätten angefragt, ob die Regelbetreuungszeit im Kindergarten, die bisher um 16 Uhr endet, auf 16.30 Uhr verlängert werden könnte. Nach eingehenden Gesprächen mit den Kindergarten-Teams hat die Verwaltung eine Lösung ausgearbeitet. Sie schlug den Räten vor, die Verweildauer der Kinder nicht zu verlängern, wohl aber die Rahmenzeit der Betreuung, denn so müssen die Gebühren nicht erhöht werden.

Konkret heißt das nun, dass die Eltern zu Beginn des Schuljahrs in einem Vertrag mit der Kindergartenleitung vereinbaren, wann ihre Kinder kommen und geholt werden. Der Kindergarten wird zwischen 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr geöffnet haben. Kinder, die um 7.30 Uhr gebracht werden, sollten bis spätestens 16 Uhr abgeholt werden, Kinder die erst um 8 Uhr kommen, können bis 16.30 Uhr bleiben. „Dies können wir leisten, ohne mehr Personal einzustellen und die Gebühren zu erhöhen“, erklärte Bürgermeister Kuster.

Für Eltern, die arbeiten, ist aber 8 Uhr zu spät, gab Stadtrat Gerhard Sprißler zu bedenken. Bürgermeister Kuster bestätigte dies. Für berufstätige Eltern ist dieses Angebot nicht geeignet, dafür gibt es die Ganztagsbetreuung, in der die Kinder auch zu Mittag essen. Der Kindergarten ist während der Mittagpause geschlossen. Die flexiblen Betreuungszeiten im Kindergarten sind ein weiteres Angebot aber kein Ersatz für die Ganztagsbetreuung. Der Beschluss wurde einstimmig gefasst. Diese Erweiterung der Öffnungszeiten gilt ab dem kommenden Schuljahr 2013/2014 in beiden Kindergärten.

Auch die Betreuungszeit in der Hettinger Kinderkrippe wurde erweitert. Bisher werden die Kinder zwischen 7.30 Uhr und 12.30 Uhr betreut. Dieser Zeitrahmen erweist sich als zu eng, wenn Eltern halbtags arbeiten. Bürgermeisterin Kuster berichtete, es liegen entsprechende Anfragen von Eltern vor. Ab August haben die Eltern Anspruch auf einen Betreuungsplatz für ihre Kleinkinder, kommunale Einrichtungen müssen, dem konkreten Bedarf der Eltern entsprechend, Krippenplätze einrichten. So werden ab dem kommenden Schuljahr die Kleinkinder zwischen 7 und 14 Uhr betreut. Das sind insgesamt sieben Stunden, Mittagessen muss in diesem Rahmen nicht angeboten werden.

„Diese Erweiterung der Betreuungszeiten geht aber nicht ohne mehr Personal“, erklärte Bürgermeisterin Kuster. Es muss eine halbe Stelle neu geschaffen werden, und die Gebühren werden proportional erhöht: Sie werden bei rund 185 Euro für das erste Kind liegen. Im Haushalt der Gemeinde ist diese halbe Stelle bereits vorgesehen. Eine Erzieherin, die sich noch in Elternzeit befindet, wird zu Schuljahrbeginn eingestellt. Der Vertrag ihrer Vertreterin wird verlängert. Bisher werden sechs Kinder in der Krippe betreut, zwei werden dazu kommen, wenn die Öffnungszeiten erweitert sind.


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